RAL 6017

Holotrop bedeutet „in Richtung Ganzheit gehend“. Der Begriff stammt von Stanislav Grof, geboren 1931 in der Tschechoslowakei. Er studierte Medizin und Philosophie in Prag und absolvierte eine Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie und zum Psychoanalytiker. Nach dem Verbot von Experimenten mit LSD, die er durchführte, um deren therapeutische Wirksamkeit im psychiatrischen Bereich zu erforschen, suchte Grof nach alternativen Möglichkeiten, um veränderte Bewusstseinszustände herbei zu führen. Zusammen mit seiner Frau Christina entdeckte er, dass beschleunigtes Atmen, unterstützt von evokativer Musik, ebenso wirksam ist, das Bewusstsein zu erweitern, um dadurch mehr Zugang zur Ganzheit unseres Seins zu bekommen. Stan und Christina emigrierten 1967 in die USA, wo sie diese Arbeit weiterentwickelten und einen neuen Begriff prägten:

Holotropes Atmen.

Die Methode verbreitete sich von Amerika aus in die ganze Welt. Im deutschsprachigen Raum entwickelte Sylvester Walch, ein Schüler Grofs, die Methode unter stärkerer Einbeziehung humanistischer Therapiemethoden und spiritueller Ansätze weiter.

Alle in unserem Team wurden ausgebildet von Sylvester Walch sowie Mitgliedern des Österreichischen Arbeitskreises für Transpersonale Psychologie und Psychotherapie (ÖATP), einem Verein, der es sich zur Aufgabe macht, sich für die Weiterentwicklung und Verankerung des transpersonalen Ansatzes in der Psychotherapie zu engagieren.